Krankheiten-/ Symptome


Themen dieser Unterseite:

  • Gesundheitscheck - Checkliste
  • Allgemeine Krankheitssymptome
  • Auftretende Krankheiten-/ Behandlung
  • Symptome, Woher, Was hilft, Medikamente, Tierarzt

 

 

  • Atemwegserkrankung-/Erkältung
  • Augenausfluss
  • Bisswunden-/Abszesse
  • Verstauchungen-/Brüche
  • Druchfall-/Verstopfung-/Blähungen
  • Haarausfall-/Fellprobleme
  • Lähmungserscheinungen, Krämpfe
  • Endoparasiten (Giardien Kokzidien, Rundwürmer, Bandwürmer)
  • Linsentrübung-/Diabetes
  • Penisvorfall
  • Schwanzabriss-/Verletzung
  • Vitaminmangel
  • Zahnprobleme
  • Kastration

 


Was ist zu tun wenn...

Degus sind generell nicht anfällig für bestimmte Krankheiten, es kann jedoch durchaus vorkommen das ein Degu bestimmte Symptome zeigt die auf eine Erkrankung hinweisen. Hier heißt es möglichst schnell einen Tierarzt aufzusuchen um sich helfen zu lassen. Für eine schnelle Diagnose und richtige Untersuchung ist es wichtig zu wissen, welche Symptome auf welche Krankheiten hindeuten.

 

  • Wie sieht der tägliche und der wöchentliche Gesundheitsscheck aus?
  • Was sind allgemeine Krankheitssymptome?
  • Woran kann ich erkennen, dass es meinem Degu nicht gut geht?
  • Welche Symptome machen den Besuch bei einem Tierarzt erforderlich?

 

Gesundheitscheck


Wie sieht der tägliche und der wöchentliche Gesundheitsscheck aus?

Der kurze tägliche Gesundheitscheck dient der schnellen Überprüfung ob alle Degus präsent sind und sich augenscheinlich in guter Verfassung befinden. Durchgeführt wird dieser morgens oder abends bei der Fütterung. Sollten hierbei Auffälligkeiten auftreten ist der Degu genauer zu untersuchen --> siehe großer Gesundheitscheck.

 

Kurzer täglicher Gesundheitscheck - Checkliste

 

  • Vollzähligkeit der Gruppen
  • Interesse an der Umgebung
  • Sitzt eines der Degus mit aufgeplustertem Fell und apathischer Haltung im Käfig?
  • Normale Bewegungsabläufe der Degus
  • Normal geformter Kot oder Anzeichen auf Durchfall

 

Der große wöchentliche Gesundheitscheck sollte bei allen Tieren durchgeführt werden damit eventuelle Erkrankungen frühzeitig erkannt werden können und die Degus rechtzeitig zum Tierarzt gebracht werden können. Eine frühzeitige Erkennung der Symptome kann das Leben des Degus retten. Während der tägliche Gesundheitscheck lediglich Hinweise auf leichte Krankheiten oder Stress gibt, hat man mit dem wöchentlichen Check die Möglichkeit, schlimmere Krankheiten rechtzeitig zu erkennen. Besonders wichtig ist, jedes Tier einzelnen genau zu untersuchen und sich hierfür genügend Zeit zu nehmen.

 

Großer wöchentlicher Gesundheitscheck - Checkliste

  • Gewichtskontrolle - Eine Verminderung des Gewichts ab 20g ist ein Warnsignal das etwas nicht stimmen könnte. Kot ist genauer zu Überprüfen.
  • Kopf - Die Ohren sollten nicht verstopft sein, die Augen klar und nicht tränend. Ein Blick in das Maul ist notwendig um zu sehen ob der Degu noch richtig fressen kann oder eine Zahnfehlstellung vorliegt.     Tipp: ein Leckerli nach oben halten bis der Degu sich strecken muss, hierbei kann man von unten die oberen und unteren Schneidezähne sehen.
  • Abtasten - Abtasten des Bauches und dabei auf Verdickungen sowie auf Aufgasungen achten.
  • Fell - Das Fell sollte immer glatt anliegen und glänzend sein. Ist ein Degu aufgeplustert und hat mattes Fell liegt in der Regel eine Erkrankung vor.
  • After - Hier ist am besten zu sehen ob der Degu Durchfall hat.
  • Penis - Bei männlichen Degus kann es zu einem Penisvorfall kommen, hierbei haben sich Haare ringartig darum gewickelt was zu einer starken Schwellung führt. Mit einem Ohrstäbchen und Babyöl entfernen, bei schwerwiegenden Fällen zum Tierarzt.
  • Füße und Krallen - Liegt eine Verletzung vor, wurde eine Kralle heraus gerissen muss das Sandbad entfernt werden und die Wunde desinfiziert werden.

 

 

Allgemeine Krankheitssymptome


Was sind allgemeine Krankheitssymptome?

Hier ist eine Auflistung allgemeiner Krankheitssymptome, diese können auf eine schwerwiegende Erkrankung hindeuten. In jedem Fall sollte der Degu umgehend einem fachkundigen Tierarzt vorgestellt werden. Welche Symptome auf welche Krankheit hindeuten können findet ihr im nächsten Abschnitt.

 

Bei folgenden Krankheitssymptomen muss ein Tierarzt aufgesucht werden:

Kopf

  • Atembeschwerden, Atemgeräusche (Hinweis auf Erkältung, Schnupfen, Lungenentzündung)
  • Sekret aus der Nase
  • Trübung der Augen, Linsentrübung (Hinweis auf Diabetes)
  • vermehrter Speichelfluss (Hinweis auf Zahnprobleme)
  • zu lange, zu schiefe oder einrollende Zähne

Körper

  • Aufgeplustertes Fell
  • Schuppenbildung, kahle Stellen im Fell
  • Juckreiz (Hinweis auf Pilze, Milben)
  • Hautrötungen und andere Hautveränderungen
  • Abszesse, Schwellungen oder Beulen (Meist von Bisswunden)
  • aufgeblähter Bauch
  • verklebte Analregion (Hinweis auf Durchfall)
  • Lähmungserscheinungen, Krämpfe
  • Schwellungen oder andere Veränderungen an den Geschlechtsorganen

Verhalten

  • Apathisches sitzen/liegen
  • Äußerung von Schmerzlauten
  • Appetitlosigkeit

Sonstiges

  • Blut im Urin
  • Durchfall, Auffälligkeiten im Kot
  • kontinuierliche Gewichtsabnahme (Meistens ein Hinweis auf Zahnprobleme)

 

Woran kann ich erkennen, dass es meinem Degu nicht gut geht?

Das wichtigste Anzeichen dafür das es einem Degu nicht gut geht ist:

 

  • dauerhaft/ganztägiges aufgeplustertes Fell und apathisches sitzen/liegen

 

Zeigt ein Degu diese Auffälligkeiten sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.

 

 

Auftretende Krankheiten-/Behandlung


Welche Symptome machen den Besuch bei einem Tierarzt erforderlich?

Woran erkennt man bestimmte Krankheiten, welche Ursachen können diese haben und wie sieht eine adäquate Behandlung durch den Tierarzt aus. Sollte der Degu eines der folgenden Krankheitssymptome zeigen sollte unverzüglich ein fachkundiger Tierarzt aufgesucht werden. Die Behandlung mit Antibiotika ist bei Degus immer noch relativ schwer, da sie vor allen mit der Darmflora sehr empfindlich darauf reagieren.

 

Da Degus nicht viele Kraftreserven haben, gilt das Motto: Lieber 1. Mal zu viel als zu wenig zum Tierarzt! Oftmals empfiehlt sich eine Rotlichtlampe, denn Degus fehlt oftmals die Kraft sich selbst zu wärmen. Außerdem ist darauf zu achten, dass sich kranke Tiere von der Gruppe zurückziehen und Ruhe suchen können.

 

PETVITAL N Präparate - Es handelt sich um homöopathische Mittel, die aus pflanzlichen und/oder mineralischen Grundsubstanzen bestehen und nach einem speziellen Verfahren aufbereitet werden. PETVITAL N Arzneimittel wirken sanft, schonend aber nachhaltig, ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Sie vertragen sich ausgezeichnet mit Zusatzstoffen, wie z.B. Vitaminen und sind für alle Nager geeignet. Ein gesundes Tier, das PETVITAL N Präparate aufnimmt, erleidet dadurch keinerlei Nachteile, das Präparat zeigt lediglich keine Wirkung bei ihm. Es ist also nicht nötig, gesunde Tiere von den zu behandelnden zu trennen. Die PETVITAL N Globuli werden über das Futter oder das Trinkwasser verabreicht.

RodiCare - Zur Regulierung von Verdauungsvorgängen oder Päppelfutter.

RodiCare instant - ist ein hochwertiges pulverförmiges Alleinfuttermittel für Kaninchen, Meerschweinchen, Chinchillas und Degus, die vorübergehend selbstständig keine feste Nahrung aufnehmen können.

RodiCare akut - ergänzt die kräuterarme Nahrung mit wertvollen sekundären Pflanzenstoffen, welche die Verdauungsvorgänge auf natürliche Weise regulieren.

Atemwegserkrankung-/Erkältung

Stress, Zugluft, Immunschwäche durch eine vitaminarme Ernährung oder eine Vermehrung von Bakterien und Viren durch schlechte Haltungsbedingungen sind meist der Grund für eine Übertragung von viralen, als auch bakteriellen Erregern. Eine Atemwegserkrankung erkennt man daran, dass der Degu häufig niest und Nasenausfluss hat, wenn auch die Lunge betroffen ist merkt man dies an pfeifenden-/rasselnden Atemgeräuschen. Degus die allem Anschein nach eine Erkältung haben, müssen unverzüglich zum Tierarzt, da aus einer harmlosen Erkältung schnell eine lebensbedrohliche Lungenentzündung werden kann.

 

Folgende Medikamente sind mit Abklärung des Tierarztes zu empfehlen

  • Fluorchinolonen wie Enrofloxacin (Baytril) oder Marbofloxacin (Marboxyl)
  • Sulfonamiden (Sulfaperin/Retardon)
  • Chloramphenicol (Chloromycetin Palmita)
  • PetVital N500 oder N300 sind Globolis auf Homöopathiescher Basis und helfen gegen Fieberhafte Erkrankungen, Lungen-Entzündung oder Atemnot

 

Woher kommt diese Erkrankung

  • Stress
  • Zugluft, Unterkühlung
  • Immunschwäche durch eine vitaminarme Ernährung
  • schlechte Haltungsbedingungen

 

Symptome die auf eine Erkältung hinweisen können

  • vermehrtes Niesen (kann auch allergisch bedingt sein)
  • Nasen-/Augenausfluss
  • Nahrungsverweigerung
  • Pressatmung

 

Was hilft dem Degu

  • Kamillentee-/Fencheltee ins Wasser geben (verdünnt und bei Zimmertemperatur)
  • Minzblätter-/Thymian als Frischfutter anbieten (in Maßen geben)
  • Vitamintropfen können zusätzlich in das Wasser gegeben werden
  • Säubern des Käfigs, zugfreier Standort
  • Rotlicht-/Wärmelampe an einer Ecke des Käfigs
  • Tierarzt aufsuchen

 


Augenausfluss

Sand, in dem die Degus „baden“ oder das Einstreu, in dem die Tiere sich bewegen, können die empfindlichen Augen reizen. Das Auge tränt und versucht so, den Schmutz auszuwaschen, ein farbloses bis weißlich gefärbtes Sekret bildet sich, dass jedoch im Normalfall bald wieder verschwindet. Tritt es einmalig auf, bleibt das Auge klar und geht es dem Tier ansonsten gut, ist kein Grund zur Sorge gegeben.

 

Einen anhaltenden milchig-wässrigen Ausfluss am Auge kann auf eine Augenentzündungen, Zahnprobleme oder eine Allgemeinerkrankung hinweisen, zum Beispiel eine Infektion der Atemwege, kommen andere Symptome wie Apathie, Fressunlust oder Nasenausfluss hinzu, muss unbedingt ein Tierarzt konsultiert werden. Möglich ist aber auch ein Tumor, eine Bindehautentzündung oder ein Pilzbefall. Ebenfalls kann es sich um Katarakt handeln, eine Eintrübung der Linse, die im weiteren Verlauf zu Blindheit führt (siehe hierzu "Linsentrübung" weiter unten).

 

Die Ursachen einer Augenentzündung sind also vielfältig. Deshalb ist es wichtig, dass der Tierarzt den Degu frühzeitig untersucht, um Schlimmeres zu verhindern. Versuchen Sie nicht, mit Kamille zu tupfen – das trocknet die Augen nur aus und ist wenig hilfreich. Sollten sich Fremdkörper im Auge des flinken Nagers befinden, lassen Sie diese durch den Tierarzt entfernen.

 

Woher kommt diese Erkrankung

  • Verletzung am Auge / Fremdkörper im Auge
  • Bakterielle Infektionen der Atemwege
  • Zahnprobleme (Backenzähne)
  • Bindehautentzündung
  • Tumor / Katarakt

 

Empfohlene Behandlung beim Tierarzt

  • Untersuchung des Auges evtl. Augentropfen mit Cortison oder Augensalbe z.B. Floxal®, Gentamycin®, Posifenicol® etc.

 

Symptome die auf eine Erkrankung hinweisen können

  • Aanhaltender milchig-wässrigen Ausfluss am Auge
  • Gräuliche Verfärbung des Auges

 

Was hilft dem Degu

  • Tierarzt aufsuchen
  • Sandbad entfernen um das Auge nicht weiter zu reizen
  • Nicht mit Kamille behandeln, dies trocknet das Auge zusätzlich aus
  • Verklebtes Auge mit lauwarmen Wasser und Wattepad abtupfen (nur wenn kein Fremdkörper im Auge ist)

 


Bisswunden-/Abszesse

Bissverletzungen nach Kämpfen treten häufig bei Degus auf, meistens sind es nur Oberflächliche Wunden die leicht desinfiziert werden können. Sollte jedoch ein Degu mal richtig zugebissen haben, kann es durchaus zu lochartigen Wunden kommen die ähnlich wie bei einem Piercing, eine Eintritts- und eine Austrittswunde haben. Kleinere Verletzungen heilen bei Degus sehr schnell ohne menschliche Pflege, die Wunde muss jedoch beobachtet werden um eine mögliche Entzündung frühzeitig zu erkennen. Abszesse sind eine Ansammlung von Eiter die durch Entzündungen durch einen Fremdkörper hervorgerufen werden. Ein Abszess muss regelmäßig vom Tierarzt kontrolliert und entsprechend behandelt werden.

 

Empfohlene Behandlung beim Tierarzt

  • Wundsäuberung durch den Arzt vornehmen lassen
  • Antibiotika Kapsel die in die Wunde geschoben wird, unterstützt die Heilung

 

Symptome die auf eine Entzündung-/Abszess hinweisen können

  • Angeschwollene Stelle um die Bisswunde, harte Knoten
  • Strenger Geruch
  • Harter Bauch, verändertes Verhalten des Degus (Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust)

 

Was hilft dem Degu

  • Sandbad entfernen um die Wunde sauber zu halten
  • Desinfizieren mit Octenisept Wund-Desinfektionsspray
  • Tierarzt aufsuchen bei tiefen oder großen Bisswunden
  • Bei schweren Bisswunden der Degu extra setzen und auf Zewa/-Papiertüchern halten z.B. von Safebed Papierwolle-/Papierstreifen

 


Verstauchungen-/Brüche

Verstauchungen in den Pfoten können bei Degus des Öfteren auftreten, Knochenbrüche dagegen sind eher selten. Sie entstehen meistens durch Stürze oder hängenbleiben an Einrichtungsgegenständen wie Gittern, Treppen etc. Die Pfote oder das Bein schwillt stark an und ist meist sehr schmerzhaft, daher wird es von dem Degu vollständig entlastet.

Sollte der Degus nach 5 Tagen das betroffene Bein noch immer nicht belasten, oder das Bein in einer unnatürlichen Weise abstehen sollte dringend ein Tierarzt aufgesucht werden. Leichtere Brüche, vor allem an den Vordergliedmaßen, können meist gut abheilen indem man der Degu in einen kleineren Käfig ohne Klettermöglichkeiten setzt - d.h. kein Laufrad, keine Äste, kein Auslauf!

 

Bei komplizierten Brüchen dagegen kann es auch sein, dass Anteile einer Gliedmaße oder die gesamte Gliedmaße amputiert werden muss. Ein Bruch ist selbst bei sehr schlimmen Fällen heilbar, der Degu muss NICHT eingeschläfert werden. Oftmals geben die Tierärzte stärkende Spritzen über mehrere Wochen hinweg, der Degu muss reizarm auf einer Ebene gehalten bis die Knochen wieder stabil sind.

 

Ein Degu würde niemals aufhören zu rennen/springen oder klettern - daher muss hier der Besitzer die Verantwortung übernehmen und der Degu ruhig halten!

 

Empfohlene Behandlung beim Tierarzt

  • Metacam® ist ein verschreibungspflichtiges Medikament für Hunde und Katzen, welches der Tierarzt bei schmerzhaften und entzündlichen Krankheiten und bei Operationen anwendet
  • Baytril® ist ein Antibiotikum für Tiere. Es wirkt bakterienabtötend (bakterizid) und wird bei Infektionskrankheiten eingesetzt.
  • Schmerzmittel und wenig Bewegung, Antibiotika falls nötig
  • Operation meist nicht möglich da zu viel Blutverlust droht und die Knochen zu dünn sind

 

Symptome die auf eine Verstauchung-/Bruch hinweisen können

  • Angeschwollene Stellen
  • humpelnder Gang, angezogene Pfote

 

Was hilft dem Degu

  • Klettermöglichkeiten und Laufrad entfernen, sodass möglich ebene Flächen entstehen
  • Antibiotische Salbe Tyrosur® Gel rezeptfrei
  • Kein Auslauf, generell wenig Bewedung, evtl. einen Teil des Käfigs abtrennen
  • Tierarzt aufsuchen wenn nach ca. 5 Tagen keine Besserung zu sehen ist

 


Druchfall-/Verstopfung-/Blähungen

Gesunde Köttel sind oval und etwas länglich gezogen und sollten fest sein. Sind die Köttel länglich und schmal, so liegt das häufig am Heu. Dieses kann dann eventuell zu grün, zu staubig oder zu alt sein. Sind die Köttel kleiner so liegt das oftmals an Pellets oder den Leckerli. Dann sollte man langsam auf ein anderes Futter umstellen. Durchfall ist schnell zu erkennen, der Degu ist verklebt und es riecht meist sehr streng. Die Köttel sind dann weiche und bleiben an den Einrichtungsgegenständen kleben, oder es ist ganz flüssig - hier sofort zum Tierarzt. Oftmals entsteht Durchfall durch die Gabe von zu vielen Leckerlis oder falschem Futter, manchmal auch durch das Heu. Verstopfungen haben sehr viele Tiere ohne das die Besitzer es wissen. Die Köttel sind dann kleiner und je weniger kommen, umso schlimmer ist die Verstopfung. Auch bei Durchfall können Bakterien oder andere Erkrankungen die Ursache sein.

 

Anhand einer Kotanalyse beim Tierarzt lassen sich viele Krankheiten feststellen. Dazu muss man über mehrere Tage (3-4) möglichst frische Köttel einsammeln und zum Tierarzt bringen, bestenfalls werden die Degus in dieser Zeit auf Papiertüchern gehalten, um eine Verunreinigung der Proben zu vermeiden. Hilfreich ist es immer dem Tierarzt alle Symptome zu schildern, da er sonst nicht genau weiß auf was er den Kot untersuchen soll. Einige Untersuchungen werden nicht standardmäßig gemacht.

 

Folgende Medikamente sind mit Abklärung des Tierarztes zu empfehlen

  • Beaphar Santalina N6 ist ein Mittel gegen Darmstörungen, Dickbäuchigkeit und Durchfall

  • Sab Simplex wirkt vor allem bei Jungtieren Krampflösend und gegen Blähbauch

  • Petvital - N 700 Durchfallbehandlung

  • RodiCare akut für das Wasser, RodiCare instant als Brei - Alternative Bene Bac, Critical Care
  • RodiCare instant als Brei

 

Woher kommt diese Erkrankung

  • Futterumstellung, falsches Futter
  • Vergiftung
  • Bakterielle Infektionen
  • Immunschwäche durch eine vitaminarme Ernährung
  • schlechte Haltungsbedingungen
  • Parasitenbefall

 

Symptome die auf eine Erkrankung hinweisen können

  • Verklebte Analregion
  • Strenger Geruch
  • Harter Bauch, verändertes Verhalten des Degus
  • Appetitlosigkeit, starker Gewichtsverlust
  • Aufgeblähter Bauch (meist durch Antibiotika)
  • Flüssigkeitsmangel
  • Bewegungsmangel
  • Heumangel
  • Zahnprobleme
  • Lebererkrankungen

 

Was hilft dem Degu

  • Kamillentee-/Fencheltee ins Wasser geben (verdünnt und bei Zimmertemperatur)
  • Rotlichtlampe (nur maximal 30 Minuten am Tag)
  • Ausreichend Wasser anbieten

  • Kein Frischfutter

  • Futter auf Heu, Blätter, Kräuter, Gräser, Haferflocken reduzieren - Keine Leckerli (Nüsse etc.)

  • Afterregion reinigen (Waschlappen)

 


Haarausfall-/Fellprobleme

Fellprobleme beim Degu können die unterschiedlichsten Ursachen haben, neben überfürsorglicher Fellpflege können auch Pilze, Parasiten und andere Dinge Ursachen für Fellprobleme sein.

 

Degus sind sehr soziale Tiere und verbringen viel Zeit damit, sich gegenseitig zu putzen, kraulen und zu beknabbern. Bei zu sozialen Degus wird diese Handlung übertrieben durchgeführt, als Ursache wird meist Stress z.B. während oder nach einer Vergesellschaftung, dem Tod eines Tieres, Ortswechsel etc. vermutet. Manchmal hilft es, den Degus mehr Abwechslung zu bieten, evtl. größerer Käfig und das Ausschalten von Stressquellen (Lärm, andere Haustiere, laute Kinder etc.) wirken oft Wunder. Fellfressen ist auch z.B. bei Chinchillas bekannt. Wird dieses Verhalten übertrieben – zum Beispiel durch Stress, während oder nach einer Vergesellschaftung – kann es zu Fellproblemen kommen.

 

Kahle Pfoten sind ebenfalls etwas, das unter Degus nicht unbekannt ist. Manche Tierärzte behandeln Degus mit Verdacht auf einen Pilz oder Ernährungsprobleme. Allerdings kann es ebenso sein, dass die Tiere sich das Fell um die Pfoten herum selbst abkauen. Sofern krankhafte Ursachen ausgeschlossen werden können, sind kahle Pfoten etwas vollkommen unbedenkliches.

 

Ektoparasiten

Zu den Ektoparasiten, die sich auf einem Degu finden können, gehören Haarlinge, Milben und Läuse. Ab und an verirrt sich auch mal ein Floh. Symptome eines Ektoparasitenbefalls sind beispielsweise Haarausfall, Juckreiz, starke Unruhe bis hin zu anfallsartigen Krämpfen, Abmagerung, Krusten und Kratzekzeme sowie Veränderungen der Hautstruktur. Manchmal lassen sich die Parasiten mit bloßem Auge erkennen (Haarlinge und Läuse). Wenn der Verdacht auf Ektoparasiten besteht bitte schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Die Behandlung schließt auch die Säuberung des Käfigs und der Gebrauchsgegenstände sowie eine Mitbehandlung der Gruppe mit ein.

 

Folgende Medikamente sind mit Abklärung des Tierarztes zu empfehlen

  • PetVital Propolis N 200 ist auch ein Homöopathisches Mittel gegen Haarausfall, stumpfes Fell, Ekzem oder Stoffwechselschäden

 

Woher kommt diese Erkrankung

  • Rohfasermangel
  • Stress
  • Vitaminarme Ernährung
  • schlechte Haltungsbedingungen
  • Parasitenbefall/Pilzbefall

 

Symptome die auf eine Erkrankung hinweisen können

  • Ausgeprägter Juckreiz, häufiges kratzen
  • Ausfallen der Haare
  • Kahle, gerötete Stellen im Fell

 

Was hilft dem Degu

  • Ausreichende Zufuhr von Vitaminen, Mineralien und Proteinen
  • Fütterung von ausreichend Heu und frischem Wasser
  • Vermeidung von Stress
  • Auf keinen Fall Bade- oder Puderbehandlungen
  • Halamid/Chloramin-T Desinfektionsmittel (Käfig reinigen)
  • Bactazol Desinfektionsmittel (Käfig reinigen)

 


Lähmungserscheinungen, Krämpfe

Krampfanfälle können vorkommen, hierbei krampft der Degu reagiert nur sehr langsam oder garnicht auf Reize von außen. In den meisten Fällen ist ein krampfendes Degu vom Darm her geschädigt oder leidet an Mangelerscheinungen bzw. durchaus auch an einer Mineral- oder Vitaminüberversorgung.

 

Sofern die Krampfanfälle nicht öfter vorkommen, sollte man das Tier in in Ruhe lassen. Auf keinen Fall dem Tier noch weiteren Stress zumuten. Oft kommt es dann durch die absolute Ruhe und Dunkelheit schnell wieder auf die Beine. Ein krampfendes Degu sollte nicht hochgehoben werden, es stresst es zusätzlich und dies kann die Krampfphase verlängern. Sollten Krampfanfälle häufiger als einmal auftreten, ist auch hier eine Abklärung der Ursache durch den Tierarzt erforderlich. Bei einigen Krankheiten können ebenfalls Krämpfe auftreten, eine Abklärung mit dem Tierarzt ist unablässlig.

 

Eine parasitäre Erkrankung, die nicht den Darm betrifft, ist die Toxoplasmose. Oozysten des Erregers Toxoplasma gondii werden über infiziertes Futter aufgenommen und können dann in verschiedene Organe gelangen. Häufig verläuft dieser Befall unbemerkt und es treten nie klinische Symptome auf, es kann jedoch auch zu schweren Symptomen kommen, die eventuell sogar zum Tod des Tieres führen können. Sie zeigt sich in zentralnervösen Symptomen wie Gangstörungen oder Schüttelkrampfen, Magen-Darm-Problemen wie Erbrechen, Durchfall und Abmagerung oder als Entzündung der mittleren und inneren Augenhaut (Chorioretinitis), Aborte und Totgeburten bei trächtigen Weibchen.

 

Folgende Medikamente sind mit Abklärung des Tierarztes zu empfehlen

  • Spenglersan Kolloid G (1 Tropfen täglich hinter das Ohr)
  • RodiCare akut für das Wasser, RodiCare instant als Brei - Alternative Bene Bac

Bei Toxoplasmose

  • Sulfonamiden und/oder Trimethoprim (Antibiotika) Eusaprim, Bactrim, Borgal, Tribrissen

 

Woher kommt diese Erkrankung

  • Genetischer Defekt-/Vererbung
  • Störungen des Immunsystems
  • Mangelerscheinungen
  • Kontaminiertes Erdreich-/Futter
  • Vergiftung

 

Was hilft dem Degu

  • Spenglersan Kolloid G (1 Tropfen täglich hinter das Ohr)
  • Vitamintropfen in das Wasser
  • Eiweißreiche Leckerlie (Mehlwürmer)

 


Endoparasiten (Giardien Kokzidien, Rundwürmer, Bandwürmer)

Endoparasiten finden wir meistens im Magen-Darm-Trakt, auch wenn es Parasiten gibt, die andere Organe befallen können. Es finden sich bei Kotuntersuchungen vor allem Giardien, Kokzidien, Rundwürmer und Bandwürmer. Häufig geht ein Befall auch ohne klinische Symptome einher. Unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.


Eine vorkommende Infektion ist die durch Giardien, diese im Darm lebenden Parasiten kommen bei zahlreichen Tierarten und auch beim Menschen vor. Diese können urplötzlich Durchfall hervorrufen, der mitunter blutig und/oder schleimig wird und zum Tode des Degus führen kann. Nachgewiesen werden können Giardien nur durch eine Kotuntersuchung. Die Kotproben müssen von allen Gruppenmitgliedern über verschiedene Tage hinweg gesammelt werden und sollten nicht verunreinigt sein (Halten der Degus auf Papiertüchern wird empfohlen). Ein Schnelltest liefert keine aussagekräftigen Ergebnisse, meist werden die Giardien hierbei nicht gefunden. Eine Behandlung ist dringend notwendig, da sich die anderen Tiere durch Körperflüssigkeiten, Blut oder den Kot anstecken können.

 

Giardien und Rundwürmer lassen sich mit Fenbendazol (Panacur) behandeln, welches von den Degus gut vertragen wird, bei einem Bandwurmbefall wurde eine Behandlung mit Praziquantel beschrieben. Kokzidien sind mit einer Sulfamethazinlösung bzw. Sulfadimidinlösung zu behandeln. Auch hier sollten eine Therapie der ganzen Gruppe und die Einbeziehung des Käfigs erfolgen. Prophylaktisch ist auf gute Hygiene und Haltungsbedingungen sowie ausreichende Vitamin- und Mineralstoffversorgung zu achten, da Tiere mit einem starken Immunsystem seltener schwerwiegende klinische Symptome entwickeln.

 

Folgende Medikamente sind mit Abklärung des Tierarztes zu empfehlen

  • Baycox ist ein verschreibungspflichtiges Medikament gegen Kokzidien (erste Wahl bei Degus)
  • Panacur ist ein verschreibungspflichtiges Medikament gegen Wurminfektionen (Anthelminthikum)
  • Kokzidiol SD Pulver ist ein verschreibungspflichtiges Medikament

 

Woher kommt diese Erkrankung

  • Ansteckung durch andere Tiere
  • Genetischer Defekt

 

Symptome die auf eine Erkrankung hinweisen können

  • Durchfall
  • Abmagerung
  • Struppiges Fell
  • Schwächeerscheinungen

 

Was hilft dem Degu

  • Vitamintropfen in das Wasser
  • Regulierung der Darmflora, RodiCare akut für das Wasser, RodiCare instant als Brei - Alternative Bene Bac
  • RodiCare instant als Brei
  • Halamid/Chloramin-T Desinfektionsmittel (Käfig reinigen)
  • Bactazol Desinfektionsmittel (Käfig reinigen)

 


Linsentrübung-/Diabetes

Diabetes (Zuckerkrankheit) ist eine der häufigsten Krankheiten bei Degus, Diabetes mellitus beruht auf einem Insulinmangel d.h. der Blutzuckerspiegel steigt. Die Symptome von Diabetes sind vermehrtes trinken (erhöhter Flüssigkeitsbedarf), milchige Augen und eine Linsentrübung. Neben der Linsentrübung durch Diabetes wird auch der osmotische Katarakt bei Degus beschrieben, hier wird die Linse ebenfalls trüb, die Tiere erblinden ebenfalls nicht vollkommen. Diese Linsentrübung tritt allerdings auch bei normalen Blutzuckerwerten oder nur leicht erhöhten Werten auf. Mit der Linsentrübung allgemein kommen Degus recht gut zurecht, der Hinweis auf Diabetes erfordert jedoch eine Umstellung.

 

Empfohlene Behandlung beim Tierarzt

  • Diabetes diagnostizieren, Blutabnahme und Untersuchung durch den Tierarzt
  • Blutzuckerwerte regelmäßig kontrollieren lassen
  • Insulingabe (Insulin lente - nur nach Absprache oder Anweisung durch den TA)

 

Woher kommt diese Erkrankung

  • Falsche Ernährung, zuckerhaltige Futtermittel
  • Genetische Vereerbung

 

Symptome die auf Diabetes hinweisen können

  • vermehrtes Trinken und Frischfutterfressen
  • häufiger Harndrang
  • Linsentrübung
  • Wesensveränderungen
  • Anknabbern von Gliedmaßen
  • Kraftlosigkeit, Abgeschlagenheit, Müdigkeit

 

Was hilft dem Degu

  • Ernährungsumstellung
  • Viel Grünfutter (Heu, Blätter, Kräuter, Blüten), Ölsaaten, kohlenhydratarmes Gemüse
  • Kein zuckerhaltiges Futter (Obst, Rosinen, stärkehaltiges Getreide, Drops etc.), Pellets, Extrudate, Mehlsaaten, getrocknetes Wurzel- und Knollgemüse
  • Gabe von apimanu Diabgymna
  • Übergewicht vermeiden, Laufrad und Auslauf

 


Penisvorfall

Der Penisvorfall ist leicht daran zu erkennen, dass sich der Penis nicht mehr einzieht und gerötet-/geschwollen ist. Durch abgelöste Haare die an der Penisschleimhaut hängen bleiben, kann sich ein verengender Ring bilden - dies nennt man einen Penisring. Auch dieser kann für das Tier sehr unangenehm sein und sollte schnellstmöglich vollständig entfernt werden. Bei nicht so schwerwiegenden Fällen kann dieser mit etwas Babyöl selbst entfernt werden. Ist dies nicht möglich oder sieht man eine Verletzungen oder ist die Schwellung zu stark ausgebildet, muss man sofort einen Tierarzt aufsuchen, hier droht die Gefahr der Absterbung und der eigenen Vergiftung.

 

Empfohlene Behandlung beim Tierarzt

  • Wundsäuberung durch den Arzt vornehmen lassen
  • Desinfizierendes Spray oder Salbe

 

Woher kommt diese Erkrankung

  • Verletzungen durch Bisswunden oder an Gegenständen
  • Haare oder Dreck unter der Vorhaut

 

Was hilft dem Degu

  • Sandbad entfernen um die Wunde sauber zu halten
  • Mit Babyöl und Wattestäbchen den Haarring entfernen
  • Tierarzt aufsuchen bei Entzündungen oder Schwellungen
  • Desinfizierende Salbe

 


Schwanzabriss-/Verletzung

Generell dürfen Degus niemals am Schwanz festhalten oder hochgehoben werden. Die Schwanzhaut des Degus kann sowohl durch eine falsche Behandlung als auch durch Unfälle im Käfig abreisen, manchmal auch der komplette Schwanz. Der Rest der übrig bleibt trocknet in den meisten Fällen ein und wird anschließend vom Degu abgenagt oder fällt von selbst ab. Der Schwanz kann nicht wie bei Eidechsen nachwachsen, daher sollte eine Verletzungen am Schwanz vermieden werden. Da der Schwanz normalerweise als Balancehilfe dient  kommt es vor, dass sich Degus mit kurzen Schwänzen etwas ungeschickter anstellen.

 

Wie kleinere Fleischwunden heilt auch der Verlust oder die Verletzung des Schwanzes häufig ohne Probleme. Anfangs blutet dieser stark, was jedoch schnell aufhören sollte, wenn nicht - Tierarzt aufsuchen.

 

Empfohlene Behandlung beim Tierarzt

  • Wundsäuberung durch den Arzt vornehmen lassen (meistens nicht nötig)
  • Desinfizierendes Spray

 

Was hilft dem Degu

  • Sandbad entfernen um die Wunde sauber zu halten
  • Desinfizieren mit Octenisept Wund-Desinfektionsspray
  • Tierarzt aufsuchen bei Entzündungen

 


Vitaminmangel

Vitaminmangel folgt meist durch eine Unterversorgung durch eine nicht abwechslungsreiche Ernährung. Häufig fördert dies andere Erkrankungen. Ein Zugeben von Vitaminen ist nur nach Absprache mit dem Tierarzt notwendig.

 

  • Mangel an Vitamin A, gekennzeichnet durch Krämpfe, Lähmungen, Bewegungsunlust und Atemnot.
  • Mangel an Vitamin B, erkennbar an Haarausfall und Hauterkrankungen, Darmerkrankungen, Wachstumsstörungen, Lähmungen, Krämpfen und Blutarmut.
  • Mangel an Vitamin C erkennt man an Zahnfleischblutungen und Skorbut.
  • Mangel an Vitamin E kann zu Verdauungsstörungen und Nasenbluten führen.

 

Folgende Medikamente sind mit Abklärung des Tierarztes zu empfehlen

  • Versele-Laga Opti-Vit für Nagetiere

 


Zahnprobleme

Zahnprobleme bei Degus kommen relativ selten vor, meist sind es zu lange Schneidezähne oder zu lange Backenzähne. Zellulosehaltiges Futter (Rohfasern), wie in Heu, Blätter, Kräuter und Gemüse nutzen die Backenzähne besser ab als Pellets und Körnerfutter. Ein Blick auf die Zähne und ein genaues Beobachten des Fressverhaltens ist wichtig, da Degus durch eine Zahnfehlstellung schnell an Gewicht verlieren können und somit nicht mehr in der Lage sind genug Futter aufzunehmen und verhungern.

 

Empfohlene Behandlung beim Tierarzt

  • Gasnarkose mit Untersuchung des Rachenraumes (Schneidezähne und Backenzähne)
  • Röntgenaufnahmen um Zahnfehlstellungen zu erkennen
  • Gasnarkose, regelmäßiges Abschleifen-/schneiden der Zähne
  • Clindamycin (Antirobe, Sobelin)

 

Woher kommt diese Erkrankung

  • Zu geringe Abnutzung der Zähne (erworbene Zahnfehlstellung)
  • Falsche Ernährung
  • Krankheit
  • Angeborene Zahnfehlstellung

 

Symptome die auf Zahnprobleme hinweisen können

  • Vermehrter Speichelfluss, sabbern
  • Langes kauen-/nagen auf dem Futter bzw. vorsichtiges fressen
  • Gewichtsverlust als Folge
  • Weiße Zähne, normale Farbe ist gelb-/golden (ab dem erwachsenen Alter)

 

Was hilft dem Degu

  • Nur nach Absprache mit dem Tierarzt oder bei schwerwiegendem Gewichtsverlust:
  • Fütterung mit weichem Futter, Frischfutter, Haferflocken (auch aufgeweicht in etwas Tee) - nur wenn der Degu nicht mehr kauen kann (Zahnausfall)
  • Viel Heu und Grünfutter (Blätter, Kräuter, Blüten) - bei zu langen Zähnen-/Backenzähnen
  • RodiCare akut für das Wasser, RodiCare instant als Brei - Alternative Bene Bac
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Kastration

Eine Kastration ist sowohl bei Weibchen als auch Männchen möglich. Männliche Degus verändern ihr Verhalten nicht d.h. der Geschlechtstrieb und/oder Aggressionen bzw. Dominanz bleiben unverändert. Es ist also nicht sinnvoll Männliche Tiere zu kastrieren in der Hoffnung das sie daudurch ruhiger werden.

 

Da eine weibliche Kastration einen erheblich größeren Eingriff darstellt mit entsprechend höheren Risiken, ergibt diese nur einen Sinn, wenn bei dem Tier eine Erkrankung der Eierstöcke oder der Gebärmutter festgestellt wurde.

 

Es ist sinnvoller Degus von vornherein in gleichgeschlechtlichen Gruppen zu halten, wenn dies nicht möglich ist oder im „Fachhandel“ mal wieder ein Pärchen als zwei Weibchen verkauft wurden etc. kann die Kastration des Männchens eine gute Lösung des Problems darstellen. Hier sollte immer berücksichtigt werden, daß das Männchen auch nach der Kastration noch für einige Wochen zeugungsfähig ist. Eine Trennung der Tiere über ca. 8 Wochen sollte deshalb immer mit einkalkuliert werden. Wenn die Degus so untergebracht werden, dass sie durch ein Gitter weiterhin Kontakt haben können, ist ein anschließendes Zusammensetzen meist kein Problem.

 

Generell hat eine Kastration so hohe Risiken das sie NICHT empfohlen wird, eine gemischte Gruppe ist keine Voraussetzung für die Deguhaltung.

 

 

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